Unterstützung
Little-Least-Cost-Router
LLcr V1.41
Copyright © J.W.Schmitz-Hübsch
Letzte Änderung 02.01.2005
Inhaltsverzeichnis
Keine Netzkennzahl beim Telefonieren.
Wenn der Router beim Telefonieren keine Netzkennzahl vor die Telefonnummer
setzt, kann das unterschiedliche Ursachen haben.
- Datum oder Uhrzeit im Router sind falsch.
- Sie setzen nicht die neueste Version von LLcr ein.
- Sie setzen nicht die neueste Firmware des Routers ein. Mit dem
Konfigurationsprogramm
LANconfig
können Sie das im Konfigurationsbereich "Management"
überprüfen.
- Sie haben das Least-Cost-Routing für die Telefone nicht aktiviert. Mit
dem Konfigurationsprogramm
LANconfig
können Sie das im Konfigurationsbereich "Least-Cost-Router"
überprüfen.
- Ein manueller Eintrag in der Least-Cost Tabelle des Routers fängt die gewählte
Nummer ab. Prüfen Sie mit dem Konfigurationsprogramm
LANconfig,
ob sie im Konfigurationsbereich "Least-Cost-Router" in der Least-Cost Tabelle
Einträge finden, bei denen der automatische Rückfall (Fallback)
ausgeschaltet ist. Diese Einträge wurden manuell angelegt. Kontrollieren
Sie, ob einer dieser Einträge dafür sorgt, dass keine Netzkennzahl vor die
Telefonnummer gesetzt wird.
- Eine Nummer aus dem Eintrag
Nummern direkt waehlen
in LLcr fängt die gewählte Nummer ab. Überprüfen Sie diesen
Eintrag in LLcr.
- In der Least-Cost Tabelle des Routers ist für diese Telefonnummer an diesem Tag
um diese Uhrzeit keine Netzkennzahl vorgesehen. Prüfen Sie mit dem
Konfigurationsprogramm
LANconfig,
welcher Eintrag in der Least-Cost Tabelle für die gewählte Telefonnummer
herangezogen wird. Wenn dieser Eintrag keine Netzkennzahl hat, ist alles in
Ordnung.
- Es liegt ein anderer Fehler vor. Wenn Sie den Fehler nicht finden können,
geht es Ihnen wie mir. Der Router nutzt das Least-Cost Modul nicht mehr. Dieser
Fehler ist bei mir 1999 mehrfach aufgetreten (Firmware V1.70); ich konnte
ihn aber nicht mehr reproduzieren. Auffällig ist, dass ich damals zuvor oft ungültige
Telefonnummern zum Testen gewählt habe. Aber das muss nichts bedeuten.
Es ist auch 2003 beim Testen aufgetreten (Firmware V2.50 und V2.80). Auch
2004 (Firmware V3.50) ist er noch vorhanden. Ich habe nicht
versucht, ihn zu reproduzieren.
Er ließ sich 2003 und 2004 beseitigen, indem ich im
Konfigurationsprogramm
LANconfig
den Menüpunkt "Extras > Datum/Uhrzeit setzen" (Firmware
V2.xx) bzw. "Gerät > Datum/Uhrzeit setzen" (ab Firmware V3.00)
ausgeführt habe.
Wenn das nicht hilft: Bleiben Sie ruhig! Das Least-Cost Modul konnte auch
1999 wieder aktiviert werden:
- (1) Kontrollieren Sie, ob Sie eine Sicherung der Konfiguration des
Routers haben. Ansonsten löschen sie alle Einträge in der Least-Cost Tabelle
des Routers und sichern Sie die Konfiguration mit dem
Konfigurationsprogramm
LANconfig.
- (2) Führen Sie mit Telnet oder WEBconfig einen System-Reset des Routers durch. Dies
ist im Referenzhandbuch des Routers beschrieben. Der
Router befindet sich danach im Auslieferungszustand (ungetestet).
Schneller funktioniert der Hardware-Reset (getestet).
- (3) Erfassen Sie mit dem Konfigurationsprogramm
LANconfig
einen Testeintrag mit einer Netzkennzahl in der Least-Cost Tabelle und aktivieren
Sie das Least-Cost-Routing für die Telefone.
- (4) Starten Sie das Monitorprogramm
LANmonitor
und wählen Sie eine passende Telefonnummer, um zu sehen, ob der Router
die Netzkennzahl vor die Telefonnummer setzt. Wenn das nicht funktioniert,
weiß ich auch nicht weiter. Sie sollten jetzt unruhig werden. Beginnen
Sie wieder bei Schritt (1).
- (5) Jetzt wissen Sie, dass das Least-Cost Modul des Routers im
Initialisierungszustand richtig arbeitet. Laden Sie die gesicherte
Konfiguration mit dem Konfigurationsprogramm
LANconfig
in den Router.
- (6) Führen Sie die beiden Schritte (3) und (4) noch einmal durch. Wenn
es funktioniert, machen Sie bei (7) weiter.
- (7) Jetzt wissen Sie, dass das Least-Cost Modul des Routers auch mit Ihrer
Konfiguration richtig arbeitet. Löschen Sie Ihren Testeintrag in der Least-Cost Tabelle
mit dem Konfigurationsprogramm
LANconfig.
- (8) Laden Sie mit LLcr die komplette Least-Cost Tabelle in den Router.
- (9) Führen Sie den Schritt (4) noch einmal durch. Wenn es funktioniert,
machen Sie bei (10) weiter.
- (10) Jetzt funktioniert das Least-Cost Modul des Routers wieder.
- Fertig
Wenn bei einem Anbieter besetzt ist, wählt der Router nicht automatisch den
nächsten Anbieter, sondern beendet die Verbindung.
Dieses Problem trat im April 2000 bei Super24 (01024) auf. Eventuell wurde
von der Telefongesellschaft kein richtiges "Gasse besetzt" gemeldet,
wenn dort die Leitungen überlastet sind. Super24 reagierte nicht auf eine Mail
mit der Fehlerbeschreibung vom 28.4.2000. ELSA konnte im Router keinen Fehler
feststellen.
Das gleiche Problem trat Ende März / Anfang April 2001 bei der
Telefongesellschaft 01017.com auf.
Entweder schließen Sie einen solchen Anbieter in der
TGeb-Konfiguration
aus dem Anbieterprofil aus oder Sie tragen die Netzkennzahl des Anbieters in
LLcr im Eintrag
Abgewertete Anbieter
ein.
Seit 2002 sind die Anbieter vermehrt dazu übergegangen, bei einer
Überlastung Ihrer Kapazitäten eine Bandansage abzuspielen. So vermeiden sie
die Rückmeldung "Gasse besetzt", bei der die LANCOM-Router (und
andere Telefonanlagen) automatisch über einen anderen Anbieter telefonieren.
Bei besseren Anbietern kommt beim nächsten Wahlversuch eine Verbindung
zustande. Ansonsten wählen Sie vor der Rufnummer die
Netzkennzahl eines anderen Anbieters.
Der Router wählt nicht den günstigsten Anbieter
Der Router kann nichts dafür: Die Least-Cost Tabelle wurde von LLcr erstellt. Welcher Anbieter der günstigste ist, hängt von vielen Faktoren ab:
- Anbieterprofil aus der
TGeb-Konfiguration.
- Uhrzeit, Tag und Zone aus der TGeb-LCR-Anbieterdatei
TGeb_lcr.txt.
- Gesprächsdauer aus den Einträgen in LLcr oder aus den Protokollen des
Monitorprogramms
LANmonitor.
- usw.
Bei diesen vielen Einstellmöglichkeiten können natürlich Fehler auftreten.
- Sie haben bei der
TGeb-Konfiguration
den günstigsten Anbieter aus dem Anbieterprofil ausgeschlossen.
- Die TGeb-LCR-Anbieterdatei von TGeb weist Fehler auf. Stichproben haben
2001 ergeben, dass im Vergleich zu den Least-Cost Tabellen von
Verivox
nur dann Abweichungen aufgetreten sind, wenn einer der beiden Anbieter einen
falschen Tarif angegeben hatte. Denken Sie daran, dass diese Tabellen von Hand erstellt werden.
- Die Least-Cost Tabelle im Router ist nicht für die Gesprächsdauer ihres
Telefonates ausgelegt. Wenn Sie z.B. in LLcr im Eintrag
Gespraechsdauer Fern
die Werte 120 und 300 Sekunden eingestellt haben, dann optimiert LLcr die Least-Cost Tabelle
im Router für 50 % Telefonate mit 2 Minuten und 50% Telefonate
mit 5 Minuten Dauer. Bei einem Telefonat von 10 Sekunden Dauer kann ein
anderer Anbieter günstiger sein.
- LLcr rechnet fasch. So wurden bis zur Version 0.33 von LLcr die Anbieter
mit langem Zeittakt (z.B. die Deutsche Telekom) bei Nahgesprächen
bevorzugt. Wenn Sie meinen, dass LLcr falsch rechnet, teilen Sie es mir in
einer Mail mit (siehe
Support).
Der Router verwendet Anbieter, die in TGeb ausgeschlossen wurden.
Dieser Fehler trat in Version 1.01 bis 1.03 auf. Wenn das wieder vorkommt, teilen Sie es mir in einer Mail mit (siehe
Support).
Es ist mühsam, die Least-Cost Tabelle in Router mit LANconfig zu löschen.
Erstellen Sie mit der
TGeb-Konfiguration
ein Anbieterprofil, in dem kein Anbieter eine Netzkennzahl hat. Das Profil muss
aber mindestens einen Anbieter enthalten, sonst merkt TGeb es sich nicht. Nennen
Sie Profil z.B. "Loeschen". Beenden Sie TGeb und starten Sie LLcr.
Tragen Sie dieses Profil im Eintrag
TGeb Anbieterprofil
ein. Setzen Sie die Einträge
Blockieren von Nummern
auf "aus",
Mit Ortszone
auf "ja",
Mit Nahzone
auf "ja",
Mit Regiozone
auf "nein",
Mobilnetz
auf "D1" und
Nummern direkt waehlen
auf "00". Führen Sie LLcr aus. Danach enthält Ihre
Least-Cost Tabelle im Router nur noch sechs von LLcr erzeugte Einträge mit den
Vorwahlnummern 00, 0, 015, 016 und 017. Da keine Netzkennzahlen
eingetragen sind, wählt der Router über Ihre Telefongesellschaft.
LLcr kann Dateien nicht löschen oder überschreiben.
Wenn Sie LLcr ausführen, dürfen die Dateien nicht von anderen Prozessen
gesperrt werden. Insbesondere darf TGeb nicht in einem anderen Fenster geöffnet
sein. Wenn TGeb einmal Tarife errechnet hat, sperrt TGeb die Datenbankdateien
"*.dat" im
TGeb-Programmverzeichnis.
Sie können dann nicht mehr von LLcr überschrieben werden. Auch Word
und Excel sperren geöffnete Dateien. Wenn eine Anwendung eine der Dateien
sperrt, während LLcr ausgeführt wird, bricht LLcr die Verarbeitung mit
einer Fehlermeldung ab. Prüfen Sie, welche Anwendung die Sperre
verursacht und geben Sie die Datei frei.
Die TGeb-Tarifdatei kann nicht aus dem Internet geladen werden.
Dabei gibt es unterschiedliche Fehlerbilder.
- Wenn LLcr beim Laden der TGeb-Tarifdatei mit den aktuellen
Tarifen stehen bleibt und auch die Verbindung ins Internet vom Router schon
wieder abgebaut wurde, dann wurde die Adresse des Internetservers aus dem
Eintrag
Http Tarifdatei Adresse
nicht gefunden. Prüfen Sie die Einträge
Http Proxy Host
und
Http Proxy Port
und die Adresse im Eintrag
Http Tarifdatei Adresse.
Versuchen Sie die Datei mit Ihrem Browser oder mit ftp zu laden. Wenn das
auch nicht funktioniert, sollten Sie Kaffee oder Tee kochen und mit der
systematischen Fehlersuche bei Ihrer Netzwerkverkabelung beginnen.
- Wenn die TGeb-Tarifdatei mit den aktuellen Tarifen nicht aus dem Internet
geladen werden konnte, wird stattdessen eine Datei mit Fehlermeldungen
übertragen. Diese Datei hat zwar den Namen
jjjmmtt.zip
aber einen anderen Dateityp. Wenn es sich dabei um eine Textdatei handelt,
wird der Inhalt im Protokoll
LLcr.log
angezeigt. Prüfen Sie im angezeigten Text, ob sich die Adresse der
TGeb-Tarifdatei geändert hat und ändern Sie den Eintrag
Http Tarifdatei Adresse.
- Die TGeb-Tarifdatei mit den Tarifdaten des aktuellen Tages wird auf dem
Internetserver kurz nach Mitternacht erstellt. Wenn Sie das Programm LLcr zu
früh laufen lassen, wird keine TGeb-Tarifdatei gefunden und LLcr sucht
nach älteren Tarifdateien. Dies geschieht
auch, wenn das Rechnerdatum auf Ihrem Rechner in der Zukunft liegt, oder so
weit in der Vergangenheit, dass dazu keine TGeb-Tarifdatei gefunden wird.
Der Eintrag
Max. Alter der Tarifdatei steuert, wie viele Tage in der Vergangenheit von
LLcr berücksichtigt werden.
- Es kann vorkommen, dass auf der
TGeb-Downloadseite
z.B. schon der Link zu "Tarifdaten vom 26.04.2000" vorhanden ist,
dahinter aber noch die TGeb-Tarifdatei vom Vortag liegen. LLcr erhält in
diesem Fall die Meldung "The document has moved <A HREF="http://212.227.69.105/tgeb/daten_20000425.zip">here</A>".
In diesem Fall versucht LLcr die TGeb-Tarifdatei von der angegebenen URL zu
laden.
- Am 21.2.2001 stand auf der
TGeb-Downloadseite
die TGeb-Tarifdatei vom 22.2.2001. Warten Sie einfach bis zum nächsten Tag.
LLcr bricht wegen eines unbekannten Abrechnungsverfahrens ab.
TGeb liefert in der TGeb-LCR-Anbieterdatei Taktzeiten in fünf verschiedenen
Formaten (siehe die Online-Hilfe von TGeb). LLcr kann zurzeit nur mit diesen
fünf Abrechnungsverfahren umgehen.
- "xxs" (der Anbieter rechnet im Takt xx ab)
- "xx/yys" (der erste Takt beträgt xx Sekunden, danach yy
Sekunden)
- "+x.xx" (das Gespräch wird sekundengenau abgerechnet und kostet
zusätzlich die Gebühr x.xx)
- "x.xx" (das Gespräch kostet mindestens die Gebühr x.xx)
- "Anruf" (der Gesprächspreis fällt ja Anruf an)
Neue Abrechnungsverfahren werden als Fehler interpretiert. Falls ein Anbieter
ein solches Abrechnungsmodell anbietet, müssen Sie ihn übergangsweise in der
TGeb-Konfiguration
aus dem Anbieterprofil ausschließen. Wenn noch keine neuere Version von LLcr
verfügbar ist, teilen Sie mir bitte mit, dass ich eine neue Version erstellen
muss.
LLcr bricht wegen einer unbekannten Tarifzone ab.
TGeb liefert in der TGeb-LCR-Anbieterdatei acht verschiedene
Tarifzonen.
- "Ort"
- "Nah"
- "50 km" (Dies wird in LLcr "Regio" genannt)
- "Fern"
- "D1"
- "D2"
- "E+"
- "o2"
Wenn TGeb um eine neue Tarifzone erweitert wird, oder wenn eine vorhandene
Zone umbenannt wird, bricht LLcr mit einer Fehlermeldung ab. So wurde "E2" in der Version 5.1
von TGeb in "Viag" umbenannt. In der Version 5.3 wurde
"C-Netz" durch "Quam" ersetzt. In der Version 5.4 entfiel
Quam. Viag wurde durch o2 ersetzt. Die Zone Ort wurde ergänzt. Wenn noch keine neuere Version von LLcr
verfügbar ist, teilen Sie mir bitte mit, dass ich eine neue Version erstellen
muss.
Wenn LLcr bei Ihnen nicht funktioniert, können Sie eine Mail an
llcr@schmitz-huebsch.net
senden. Zur Analyse benötige ich das
LLcr-Arbeitsverzeichnis.
Das geht ganz einfach:
Übersicht
Inbetriebnahme
Dialogbeschreibung
Steuerung
Verzeichnisse, Dateien usw.
Unterstützung
Historie
Entwicklung und Test